Meeko

»Der rostige Kahn ächzte in den Wellen, als Sadan sich an der Reling abstützte und begann, vor Geilheit zu wimmern. Der feste Griff um seine Hüften nahm noch etwas zu, als der Kapitän seine Pranke um ihn schloss, während er zeitgleich seine Hose nach unten schob und den heißen Stahl aus seinem Gefängnis befreite. Knurrend betastete er das feste Fleisch, das ihm der kleine, geile Elf vor die Augen hielt und ihm den Blick auf die zuckende Rosette freigab.
„Du brauchst es wirklich dringend“, brummte Shél, als er in den Nacken des Kleineren biss und dabei seinen Daumen in das enge Loch schob.
Ein heißerer Schrei gellte über den Ozean, gefolgt von neuem Wimmern und einem abgehakten Kopfnicken. „J… ja…“, brachte Sadan mühsam heraus. „Ich… ich… dein Schwanz“, brachte er gepresst hervor. „Fick mich endlich!“, hechelte er.
„Wie das Prinzchen befiehlt“, lachte Shél und zog seine mittlerweile zwei Finger aus der Hitze.
Kurz pumpte er sich, spuckte noch einmal auf Sadans Loch und begann, sich in ihn zu schieben. Der Elf stieß einen lauten, geilen Schrei aus, als er auf den großen Kolben gepfählt wurde. Mühsam, in wippenden Bewegungen, schob sich Shél immer weiter. Die Enge, die ihn zusammenpresste, war kaum zu ertragen. Seiner Kehle entkam ein langgezogenes Stöhnen.
„Du bist so eng, Schätzchen“, küsste er Sadan auf den zarten Nacken und leckte dann über sein spitzes Ohr. „Bin ich etwa dein Erster?“, fragte er leise.
„Hmmm“, presste Sadan mühsam heraus und eine Träne lief seine Wange hinab.
„Schhhh … entspann dich“, murmelte Shél, drehte seinen Kopf und küsste sein Liebchen hart.
Keine Sekunde später hatte er sein Rohr endlich bis zu den Eiern in dem süßen Kerlchen und …«

… lautes und nervtötendes Klingeln reißt mich aus meinen Gedanken. Verdammt, wer stört mich denn mitten in einer Sexszene? Entnervt schiele ich auf die Uhr meines Laptops. Nein, Tom kann es nicht sein. Der will erst in einer Stunde auftauchen und mich abholen. Aber ignorieren kann ich diesen penetranten Ton auch nicht. Mist! Verdammter Mist!
Also lege ich meine schmale, schwarz umrandete Brille auf die Tastatur, stehe auf und versuche, meinen Harten so gut es geht in der Hose hin und her zu schieben, bis er nicht mehr zu arg drückt. Wäre scheiße, wenn ich von meinen eigenen Sexszenen nicht mehr angetörnt würde. Vielleicht steht ja ein heißer Typ vor der Tür? Nein, das wäre zu schön, um wahr sein zu können!
„Ja, ja! Ich komm ja schon“, stöhne ich, werfe noch einen Blick in den Spiegel im Flur und lächle leicht in mich hinein. Na mal sehen, wie mein Gegenüber reagiert.
Schwungvoll reiße ich das Brett auf, nur um dann ein ersticktes Keuchen zu hören. Okay, ich habe die Kleine anscheinend ein bisschen erschreckt. Vielleicht hilft es, wenn ich sie anlächle? Junge Frauen können mir eigentlich in aller Regel nicht widerstehen, obwohl ich das gar nicht will.
„Herr M. Müller?“, fragt sie verschüchtert.
„Ja, Süße“, zwinkere ich und yes, Volltreffer. Sie lächelt neugierig zurück und streicht sich eine haselnussbraune Strähne hinter ihr Ohr, während ich mit der Schulter am Türrahmen lehne.
„Ich bin Susi, Ihre neue Nachbarin“, flötet sie auch gleich. „F… freut mich“, wird sie rot.
„Hey Susi. Was kann ich für dich tun?“
„Ich … der Postbote … er hat Ihr Paket bei mir abgegeben. Aber … nun ja … sie waren doch da“, steht das Weiblein nun verloren herum.
„Na ja … kann sein, dass ich den überhört habe“, winke ich ab. „Das passiert öfter, als du denkst. Der ist das schon gewöhnt. Außerdem habe ich heute ein wenig länger für meine Haare gebraucht, als sonst.“
„Oh“, sieht sich mich nun von oben bis unten an. „Heißt das, Sie gehen sonst nicht so raus?“
„Nein, Schätzchen. In aller Regel habe ich keinen Iro, mit dem ich aufrecht nicht mehr durch die Tür passe“, zwinkere ich wieder.
„Beruhigt mich das jetzt?“, lacht sie.
„Kommt darauf an. … Was hast du denn nun für mich?“, frage ich neugierig und schiele ins Treppenhaus.
„Ach … das hier“, hält sie mir ein Paket vor die Nase.
„Danke“, nehme ich ihr das Ding ab und stelle es in meinen Flur. Ist größer, als ich dachte. Da kommt morgen doch mehr Arbeit auf mich zu, als erhofft. Dabei wollte ich doch nach dem Gig ausschlafen. Na gut. Wieder nichts mit freier Zeiteinteilung.
„Na dann …. Ich wünsche Ihnen viel Spaß, bei was auch immer“, winkt sie und läuft die Treppe schon wieder hoch.
„Ist ein Punk-Konzert, auf das ich nachher gehe. Bock, mitzukommen? Mein Kumpel würde sich freuen“, lade ich Susi spontan ein. Dann hat Tim vielleicht Ablenkung und versucht nicht ständig, mich an den Mann zu bekommen. Als ob ich mir auf so einem Konzert ’nen Typen angeln würde. Sicher nicht!
„Ach, ich würde Sie …“
„Warum bist du so steif? Zieh mal den Stock aus dem Hintern. Wir sind sicher fast gleich alt!“
Oh…. Die Kleine kommt wieder runter, mit verzerrtem Gesicht.
„Ich habe keinen Stock im Arsch, Wichser!“, zischt sie. „Du bist der Idiot, der mich duzt, ohne sich vorgestellt zu haben, Mister M. Müller!“ Dabei pikst sie mir ihren spitzen, schwarz lackierten Finger in die Brust. Tut echt weh, der Kunstnagel. Aber sie ist nun so nah, dass ich den leichten Hauch von Patschuli auf ihr wahrnehmen kann. Aha, also auch eine verbundene im Geiste. Sehr schön. Langsam wird es doch und die Bruchbude ist nicht mehr voll von Rentnern.
„Rate“, lache ich.
Susis Augen weiten sich, als sie nicht kapiert. „Wie ‚rate‚?“
„Wenn du meinen Vorname errätst, dann stelle ich dich dem heißesten meiner Kumpels vor, der noch zu haben ist. Und du bekommst ein Bier von mir ausgegeben.“
Absinth“, ist sie etwas irritiert.
„Von mir aus auch die ‚grüne Fee‚. Dann genehmige ich mir auch eine“, zucke ich mit den Schultern. „Wenn nicht, dann hilfst du mir in den nächsten Wochen und nimmst meine nervigen Telefonate entgegen, wenn ich gerade nicht in Stimmung bin. Deal?“
„Deal!“, schlägt Susi ein und beginnt, zu überlegen. „Michael?“
„Seh ich aus, wie ein deutscher Michel?“, lache ich.
„Nein, eigentlich nicht. Dafür ist dein Teint zu dunkel. Aber ich kann nicht sagen, welchen Einschlag zu hast.“
„Verrate ich auch nicht. Noch zwei Versuche.“
„Vielleicht was Italienisches? Manolo?“
„Erstens ist das ist Spanisch, Süße … und auch falsch, und zweitens ist meine Haut nicht gebräunt. Last try.“
„Dann hast du asiatische Wurzeln!“, lacht sie auch. „Hmmm … Wie wäre … Mei?“
„Jetzt verletzt du mich aber“, lege ich theatralisch meine Hand über mein Herz. „Ich war zwar mal seeeeehr zart, aber jetzt doch nicht mehr! Oder sehe ich aus wie eine Frau?“
„Du hast volle Lippen, trägst Kajal und deine Augen sind wunderschön grün!“
„Danke. Aber das war es dann auch schon. Ich habe Muskeln, zumindest ein paar, einen Schwanz und du solltest wissen, dass in unserer Subkultur fast genau so viele Männer Kajal tragen, wie die Frauen. Das ist kein Kriterium. Aber ist so sehr schön für mich. Nun habe ich für mindestens einen Monat ne Tippse“, klatsche ich in die Hände.
„Was?“, ist Susi schockiert. „So lange? Ich dachte, höchstens für eine Woche! Ich muss doch arbeiten.“
„Ja, ja“, winke ich ab. „Ich auch. Aber wenn ich meine Ruhe brauche, dann musst du mein Handy übernehmen! Also, mach dich hübsch. In einer dreiviertel Stunde steht Tim da. Glaub mir, da willst du gut aussehen!“
„Okay“, rennt sie die Treppen hoch, bevor Susi sich nochmal über das Geländer lehnt. „Wie heißt du denn jetzt?“
„Meeko. Meeko Müller.“
„Klingt verdammt merkwürdig“, lacht sie und ist durch ihre Tür.
„Danke! Sag das meinen Eltern“, schnaube ich noch, bevor ich versuche, meine Sexstimmung wieder in Gang zu bekommen. Wenigstens die beiden sollen noch zum Abschuss kommen dürfen!